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LEADER 2014-2020

Auszeichnung der LEADER-Gebiete 2014-2020

Seit dem 07.01.2015 stehen die neuen LEADER-Aktionsgebiete in Baden-Württemberg für die Förderperiode 2014-2020 fest. 18 statt bisher acht LEADER-Aktionsgruppen können mit insgesamt 84 Millionen Euro Projekte in ihrer Region umsetzen.

Die Veranstaltung zur Ernennung der LEADER-Gebiete 2014-2020 fand in Stuttgart im Neuen Schloss, Weißer Saal statt. Winfried Kretschmann, Ministerpräsident und Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hielten die Ansprachen und übergaben die Ernennungsurkunden sowie die Plaketten an die auserwählten LEADER-Aktionsgruppen (Bilder der Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie).

Der Ministerpräsident betonte während seiner Festansprache, dass das EU-Regionalentwicklungsprogramm LEADER auf aktive und gezielte Beteiligung der Menschen vor Ort setzt. Somit kennen insbesondere sie die Herausforderungen und Potenziale ihrer Region am besten. Alexander Bonde, Minister für Ländlich Raum und Verbraucherschutz teilte bei seiner Ansprache mit, dass statt bisher 57 Millionen Euro nunmehr bis zu 84 Millionen Euro öffentliche Gelder zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht, dass 18 statt bisher acht LEADER-Aktionsgruppen, und somit deutlich mehr Regionen als je zuvor, einen Beitrag leisten können, um die Attraktivität und Stärke des Ländlichen Raums in Baden-Württemberg zu wahren und auszubauen.

Vorbereitungen für LEADER 2014-2020

Seit Mai 2013 liefen die Vorbereitungen zur neuen Förderperiode. Dabei konnten sich interessierte Gruppen bei insgesamt acht Informationsveranstaltungen und Workshops ausführlich für die Erstellung ihrer Regionalen Entwicklungskonzepte von erfahrenen Experten des Landes beraten lassen. Diese Regionalen Entwicklungskonzepte stellen die Grundlage der Bewerbungen dar. Insgesamt haben sich aus dem Ländlichen Raum, nahezu flächendeckend, 25 Regionen für das LEADER-Förderprogramm beworben. Alle eingereichten Konzepte besaßen eine besonders hohe Qualität, die als Grundlage zur bevorstehenden Auswahl von zwei unabhängigen Gutachtern ausgewertet wurden. Schließlich erfolgte die Auswahl der künftigen LEADER-Aktionsgruppen durch ein Auswahlgremium, die zu gleichen Teilen aus Wirtschafts- und Sozialpartnern sowie der Verwaltung bestand.

Regionale Entwicklungskonzepte als Bewerbungsgrundlage

Die Regionalen Entwicklungskonzepte geben darüber Aufschluss, welche Entwicklungsperspektiven und –vorhaben die Bewerberregionen in den nächsten Jahren verfolgen wollen. Grundsätzlich werden die Inhalte der Konzepte von Wirtschafts- und Sozialpartnern, Landkreisen und Gemeinden gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung erarbeitet. Neben der Qualität der Regionalen Entwicklungskonzepte, war insbesondere die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in den Entwicklungsprozess einem besonders hohen Stellenwert bei der Auswertung der Bewerbungen beigemessen. Die Mitarbeit und das Engagement der Wirtschafts- und Sozialpartner sowie der Zivilgesellschaft sind für eine nachhaltige Regionalentwicklung und insbesondere für LEADER von zentraler Bedeutung.

Neuausrichtung in LEADER 2014-2020

Das LEADER-Förderprogramm wurde für die Förderperiode 2014-2020-2014 neu ausgerichtet. Dabei erweiterten sich das Förderspektrum sowie die Gestaltungsspielräume der LEADER-Aktionsgruppen. Mit dieser Regelung können die lokalen Akteure ihre Förderschwerpunkte und Fördersatzhöhen für bestimmte Maßnahmen selbst festlegen. Um den Einstieg für die LEADER-Aktionsgruppen zu erleichtern, erhalten Sie sowohl Schulungen als auch erfahrene Ansprechpartner, an die sie sich jederzeit wenden dürfen.

Alternative Wege für nicht auserwählte Regionen

Für diejenigen Regionen, die dieses Mal nicht zum Zuge kamen, sieht das Land dennoch alternative Wege vor. Nämlich auch die nicht ausgewählten Regionen haben deutlich gezeigt, dass ihr Interesse an einer nachhaltigen Regionalentwicklung im Ländlichen Raum besonders hoch ist. So sollen die erstellten Regionalen Entwicklungskonzepte die Grundlage dafür sein, andere Förderprogramme aufzugreifen und zu fördern. Ein Beispiel hierfür wäre der Zusammenschluss mehrere Kommunen, um Projekte umzusetzen, die einer ganzen Region nutzen, wie vom Rad- und Wanderweg bis zu gemeinschaftlich genutzten Infrastruktureinrichtungen.

Bilder der Urkundenübergabe finden Sie in unserer Bildergalerie.

Die Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit weiteren Bildern sowie weitere Informationen zu Förderprogrammen finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

SWR-Beitrag: Der SWR hat in seiner Landesschau Aktuell am 07. Januar 2015 eine Berichterstattung zur LEADER-Urkundenübergabe im Neuen Schloss vorgenommen. Den Beitrag sehen Sie ab Minute 07:52.



Hintergrundinformation:

LEADER ist ein Regionalentwicklungsprogramm der EU, die Abkürzung steht für „Liaison entre actions de développement de l'économie rurale“ – auf Deutsch „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. LEADER zeichnet sich aus durch den Bottom-Up-Ansatz, also einem Projektansatz von unten nach oben. Das bedeutet, dass ausschließlich die örtliche LEADER-Aktionsgruppe über die zu fördernden Projekte entscheidet. LEADER ist nur in festgelegten Programmgebieten möglich. Im Mittelpunkt steht dort eine gezielte Förderung strukturverbessernder und innovativer Maßnahmen.

Weitere Informationen zu LEADER sind ebenso beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz abrufbar. Fragen zu LEADER können per E-Mail an die LEADER-Koordinierungsstelle unter leader[at]lgl.bwl[dot]de geschickt werden.

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